Exhibitions

UpComing

Tag der offenen Tür 
Künstlerhof Frohnau
7 September – 8 September 2019
Berlin – Germany 

www.kuenstlerhof-frohnau.de 

 

Ins Blaue 
Centre Bagatelle,
10 August – 22 September 2019 
Berlin – Germany

www.kunstvereincentrebagatelle.de

Fischer-Bomert_Sequence_3_2018

Current

Brandenburgischer Kunstpreis 2019
Schloss Neuhardenberg
23 June – 1 September 2019
Neuhardenberg – Germany

www.schlossneuhardenberg.de

Neuhardenberg-2019

Wenn Gudrun Fischer-Bomert eine Pause braucht von der Arbeit an ihren Objekten, dreht sie eine Runde durch den Wald. Die verwunschene Umgebung steht ganz im Gegensatz zu dem Material, das die Künstlerin seit ein paar Jahren besonders beschäftigt. Sie baut aus Plastik-Trinkhalmen Objekte, die in jedem Blickwinkel anders aussehen. Bei frei im Raum stehenden Werken spielt sie mit den Hohlräumen der Halme. Wer direkt davorsteht, kann sehen, was sich dahinter befindet. Es ist das Spiel mit Transparenz, das Gudrun Fischer-Bomert schon lange fasziniert.“

Inga Dreyer, MOZ, 27.12.2019

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Fresh Legs
Inselgalerie
6 June – 2 August 2019
Berlin – Germany

www.inselgalerie-berlin.de

Einladung_Fresh_legs_2019

Past (SELECTION)

Rai Art Amsterdam 
Gallery Helga Hofman
17 April – 22 April 2019
Amsterdam – Netherlands 

www.galeriehelgahofman.NL 

Kunstrai-Amsterdam-2019_310

Schein/Licht/Schein
mit Kiki Gebauer und Vera Oxford
Scotty Space
9 June – 21 July 2018
Berlin – Germany

www.scottyenterprises.de

Scotty_Space_2018

Gudrun Fischer-Bomert – aktives Licht

 

Beginnen wir mit den leuchtenden Reliefs von Gudrun Fischer-Bomert. Leere ist hier ganz handgreiflich fühl- und sichtbar in jedem einzelnen Halm; jeder für sich umhüllt sie. Die Formen, die durch die Zusammenstellung der unterschiedlich langen Halme entstehen, wirken fragil. Mit den Augen lassen sie sich nicht richtig fixieren. Auch wenn die beiden blau leuchtenden Objekte den Titel „Urban“ tragen und so an Architektonisches gemahnen, verhindert ihr Leuchten, dass die Form sich gleichbleibt. Aus der Ferne formstark, wirken sie, je näher man an sie herantritt, immer aufgelöster. In der Nähe erscheinen die Reliefs als Übergangsobjekte; ihr Licht diffundiert weich in den Raum.

 

Gudrun Fischer-Bomert hat ihr Studium an der Udk in Berlin 1989 begonnen und es als Malerin und Objektkünstlerin 1994 abgeschlossen. Sie hat an zahlreichen internationalen Künstleraustausch-Programmen teilgenommen, war in Spanien, Sibirien, China und Brasilien, um nur einige künstlerische Auseinandersetzungen mit Orten zu nennen. Ihre Arbeiten befinden sich in öffentlichen Sammlungen im In- und Ausland.

 

Begonnen, mit Trinkhalmen zu arbeiten, hatte Fischer-Bomert als Reaktion auf ein verstörendes Umwelt-Ereignis, nämlich die Katastrophe der Ölplattform „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexiko im April 2010. Durch die Explosion der Bohrinsel war massenweise Öl ins Meer ausgetreten. Da es nicht zu stoppen war, hat es die Flora und Fauna der umliegenden Küsten verwüstet. Dieser Unfall gilt als der Folgenschwerste in der Geschichte der Ölförderung.

 

Trinkhalme bestehen aus Plastik und Plastik wird auf der Grundlage von Öl hergestellt. Als Gudrun Fischer-Bomerts Blick in dieser Zeit im Supermarkt auf die unscheinbaren Plastikhalme fiel, hatte sie ihr Material gefunden: Ihr ging es darum, der Schwere dieser Katastrophe mit einem besonders leichten Material zu begegnen. Die schwarzen Trinkhalme wurden in einem Drahtgeflecht fixiert und zu Totems, eigenartig gerupft wirkenden Vögeln und Reliefs zusammengestellt. Mit der Fragilität des Materials gelang es ihr, einen breiten Assoziationsraum zu öffnen und den Objekten durchaus eine poetische Anmutung zu geben. 2012 bekam

sie hierfür den Jurypreis der Zweiten Großen Kunstausstellung in Nürnberg zugesprochen.

 

Wie bei den Objekten aus schwarzen Halmen, die je nach Lichteinfall und Bewegung ihre Form aufzulösen scheinen, arbeiten auch die Objekte aus hellen Halmen mit solchen Wahrnehmungsirritationen. Bei jeder Bewegung des Betrachters wirken die durchscheinenden Halme anders, was sich an „Translucent Mountain“ von 2017 gut erfahren lässt.

 

Reliefs mit rückseitig angebrachten LED Leuchten ermöglichen weitere Lichtwahrnehmungen. In den Arbeiten der Urban-Serie (2016) bewirkt das in den Raum diffundierende blaue Licht, dass sich die Form je nach Betrachterstandpunkt immer weiter aufzulösen scheint. Die Objekte erscheinen transparent und luzide. 

 

Die Form wirkt fließend. Gerade diese Assoziation des Fließens gemahnt uns an Wasser. Trinkhalme sind dafür gemacht, Flüssigkeiten in kleinen Schlucken aufzunehmen. Gudrun Fischer-Bomert entwickelt hieraus Überlegungen zu unserer heutigen Umweltsituation: 

Wie gehen wir mit Wasser um? Ist es reiner Luxus? Verunreinigen wir es durch das aus der Erde stammende Öl, das zu Plastik weiterverarbeitet wird und als Restmüll überall in den Meeren wieder zu finden ist? 

 

Die Halme verbinden Wasser und Erde, sie sind gemacht, damit Menschen aus ihnen die Erfrischung eines Getränks zu sich nehmen können. Was transportieren die Objekte, wenn sie zweckentfremdet aus ihrer Leere heraus zu leuchten beginnen?

 

Marion Thielebein zur Ausstellung Schein I Licht I Schein bei Scotty Enterprizes, Berlin 2018

Gudrun Fischer-Bomert – Active Light

 

Let us begin with the glowing reliefs by Gudrun Fischer-Bomert. Here the void, the empty space is quite palpable – tangible and visible in every single straw, each of which envelops this emptiness. The forms which are created by the composition of the straws of different lengths appear fragile.

We cannot really fixate our gaze upon these objects. Even if the two blue luminous objects bear the title „Urban“ and thus remind us of architecture, their glow prevents the form from remaining the same. From afar the forms are quite evident, but the closer we get to them, the more nebulous they seem. Close up, the reliefs appear as transitional objects; their light diffuses softly into the room.

 

Gudrun Fischer-Bomert began her studies in 1989 at the University of Fine Arts in Berlin, where she completed her course of study in painting and object art in 1994. She has taken part in numerous international artist exchange programs and has been to Spain, Siberia, China and Brazil, to name but a few of her artistic interactions with places. Her works are in public collections both in Germany and abroad.

 

Fischer-Bomert began working with drinking straws in response to a disturbing environmental event, namely the disaster of the oil platform „Deepwater Horizon“ in the Gulf of Mexico in April 2010. The explosion of the oil rig caused masses of oil to leak into the sea. Since the oil leak could not be stopped, it devastated the flora and fauna of the surrounding coasts. This accident is considered the most serious so far in the history of oil production.

 

Drinking straws are made of plastic, and plastic is produced on the basis of oil. When Gudrun Fischer-Bomert’s gaze fell on the inconspicuous straws in the supermarket she had found her material: she wanted to counter the gravity of the catastrophe with a particularly light material. The black drinking straws were fixated in a wire mesh and assembled to create totems, strangely plucked birds and reliefs. With the fragility of the material, she succeeded in creating a broad associative space and in giving the objects a poetic impression. In 2012 she was awarded the jury prize of the Second Great Art Exhibition in Nuremberg for this work.

 

Like with the objects made of black straws, which seem to dissolve their form depending on the incidence of light and movement, the objects made of clear straws also work with such irritations of perception. With every movement of the observer, the translucent ones appear different, which can be experienced very well in „Translucent Mountain“ from 2017.

 

Reliefs with LED lamps mounted on the back allow further light perceptions.

In the works of the Urban series (2016), the blue light diffusing into the room causes the form to dissolve further and further depending on the observer’s perspective. The objects appear transparent and lucid. 

 

The form appears flowing. It is precisely this association with flow that reminds us of water. Drinking straws are designed to take in liquids in small sips. From this, Gudrun Fischer-Bomert develops reflections on our current environmental situation: 

 

How do we use water? Is it a pure luxury for us? Do we contaminate it with oil from the earth, which is processed into plastic and can be found everywhere in the oceans as residual waste? 

 

The straws connect water and earth; they are made so that people can partake of a refreshing drink from them. What do these objects transport when they begin to shine out of their void, alienated from their intended purpose?

 

Marion Thielebein on the exhibit Schein I Licht I Schein (Appearance / Light / Shine) at Scotty Enterprises Berlin 2018

Das bessere Leben
Künstlerhaus 1050
24 February – 21 May 2017
Wien – Austria

www.k-haus.at

 

Fata Morgana
Kunstgalerie Altes Rathaus Fürstenwalde
15 November 2016 – 13 January 2017
Fürstenwalde – Germany

www.kunst-fw.de

Einladung_Fuerstenwalde_2016

Märzausstellung
Atelierhaus im Anscharpark
19 March-10 April 2016
Kiel – Germany

www.atelierhaus-im-anscharpark.de

 

Heim_Spiel
Museum Reinickendorf
25 February – 29 May 2016
Berlin – Germany

www.museum-reinickendorf.de

Heimspiel_Katalog

Heimat ist kein Ort. Sie ist das lichte Gefühl zeitweiser Geborgenheit im Hier und jetzt.

Home is not a place. It is the transient bliss of feeling secure in the here and now.

Gudrun Fischer-Bomert, 2016

20 Jahre Atelierhof
Atelierhof Werenzhain
13 August – 30 Oktober 2016
Werenzhain – Germany

www.atelierhof-werenzhain.de

Werenzhain-2016

Einsprüche
Willner Brauerei
6 June – 21 June 2015
Berlin – Germany

www.efak.org

Flyer_Einsprueche-2015

Rhythmen
Inselgalerie
mit Beate Tischer
3 April – 3 May 2014
Berlin – Germany

www.inselgalerie-berlin.de

 

May Be (ᴚ)Evolution
Factory Art Gallery
11 May – 8 June 2012

Berlin – Germany 

Nachhaltigkeit 
Kunstpreis des BBK
Nürnberg-Mittelfranken und Partner
Nordostpark Haus 62
15 März – 15 April 2012
Nürnberg – Germany

www.bbk-nuernberg.de

Einladungskarte-Nuernberg